inge Mairhofer schrieb: Liebe Kirsten, nach dem Kurs Biomechanik I & 2 bin ich nun noch erfolgreicher, sowohl in der Behandlung von Patienten, als auch in der Beratung von Patienten, Kollegen, Bandagisten und Ärzten. Beinahe täglich kommen neue Anfragen von Patienten.
Der Kursaufbau bzw die Absolvierung der Reihenfolge von Grund- und Aufbaukurs, Biomechanik I und II, lässt eine Entwicklung im Denken zu und fördert die eigene Innovation. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen
LG Inge

Anmeldung


Biomechanik I und II in Hamburg

vom 05.06.2027, Beginn: 9:15 Uhr
bis 08.06.2027, Ende: 17:15 Uhr

mit: Kirsten Götz-Neumann

Ort: Stolle Sanitätshaus GmbH & Co. KG Friedrich-Ebert-Damm 309, 22159 Hamburg

GEHEN VERSTEHEN® – Klinische Biomechanik in der Praxis
Komplexe Bewegungsprobleme erkennen, sicher befunden und gezielt behandeln
Kombinationskurs Biomechanik 1 und Biomechanik 2

Wenn lokale Therapie nicht reicht
Fuß, Knie, Hüfte und Wirbelsäule im funktionellen Zusammenhang
Klinische Biomechanik für orthopädische, sportphysiotherapeutische und neurologische Patient:innen
GEHEN VERSTEHEN® Clinical Reasoning

Sie lernen, welche biomechanischen und neuromuskulären Faktoren bei Landungen, Abbremsbewegungen und Richtungswechseln relevant sein können und wie wissenschaftlich untersuchte Präventionsprogramme aufgebaut sind.
Neuromuskuläre Präventionsprogramme verbinden unter anderem:
• Krafttraining,
• Sprung- und Landetraining,
• Gleichgewichts- und Koordinationstraining,
• Lauf- und Richtungswechselaufgaben,
• Rumpf- und Beckenstabilisierung sowie
• eine schrittweise Anpassung an sportartspezifische Belastungen.
Solche regelmäßig durchgeführten Programme können das Risiko von Knie- und Kreuzbandverletzungen deutlich reduzieren. Sie können jedoch keine individuelle Verletzung sicher vorhersagen oder vollständig verhindern.
Im Kurs geht es deshalb nicht um eine einzelne „Kreuzbandübung“, sondern um die Frage:
Wie wird aus wissenschaftlichen Erkenntnissen ein praktikables Präventionsprogramm für Training, Therapie und Return to Sport?
Neurologische Diagnose – biomechanische Folgen
Gerade bei neurologischen Patient:innen werden sichtbare Bewegungsabweichungen häufig vorschnell allein der neurologischen Grunderkrankung zugeschrieben.
Doch die Diagnose erklärt nicht automatisch jede Bewegung.
Bei Menschen mit Hemiparese, Multipler Sklerose, Cerebralparese oder anderen neurologischen Erkrankungen können zusätzlich zur zentralen Schädigung weitere Faktoren das Stehen und Gehen erschweren:
• eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit,
• sekundäre Muskelverkürzungen,
• unzureichende oder zeitlich ungünstige Kraftentwicklung,
• veränderte sensorische Rückmeldungen,
• fehlende selektive Bewegungskontrolle,
• ungünstige Hebelverhältnisse,
• Schmerzen,
• reduzierte Belastbarkeit,
• erlernte Schutz- und Ausweichstrategien,
• ungeeignete Orthesen oder Hilfsmittel sowie
• mechanisch ungünstige Ausgangsstellungen.
Gangstörungen nach Schlaganfall zeigen häufig komplexe Veränderungen der Gelenkbewegungen, Gelenkmomente und Muskelaktivität. Eine differenzierte Analyse ist deshalb notwendig, um neurologische Beeinträchtigungen, sekundäre mechanische Veränderungen und funktionell notwendige Kompensationen voneinander zu unterscheiden.

Was übersehen wir, wenn wir nur die Diagnose behandeln?
• Ist das steife Knie beim Gehen ausschließlich eine Folge von Spastik?
• Warum „knickt das Knie“ in einer der Standphasen Z.B. Loading Response ein?
• Warum entsteht eine schmerzhafte Knieüberstreckung?
• Ist das Zirkumduzieren die primäre Störung oder eine Kompensation für fehlende Fußfreiheit?
• Entsteht die Beckenhebung aus mangelnder selektiver Kontrolle oder aus einem funktionell zu langem Bein?
• Wird das Bein nicht ausreichend nach vorne gebracht – oder fehlen dafür bereits die mechanischen Voraussetzungen?
• Ist die sichtbare Bewegung tatsächlich schädlich oder momentan notwendig, damit der Patient sicher gehen kann?
• Wird eine vermeintlich neurologische Einschränkung zusätzlich durch Schmerz, Gelenksteifigkeit oder ein ungeeignetes Hilfsmittel verstärkt?
Wer diese Zusammenhänge nicht erkennt, kann eine veränderbare biomechanische Barriere mit einer nicht veränderbaren Folge der neurologischen Erkrankung verwechseln.

Im Kurs bearbeiten wir unter anderem folgende Fragen
• Wo liegt der für die Therapie entscheidende Einflussfaktor?
• Welche Struktur ist schmerzhaft und welcher Mechanismus belastet sie?
• Welche Auffälligkeit ist Ursache, Folge oder Kompensation?
• Welche Bewegungsabweichung muss behandelt werden – und welche sollte zunächst erhalten bleiben?
• Wann reicht eine lokale Behandlung aus?
• Wann müssen Fuß, Knie, Hüfte, Becken, Rumpf oder Wirbelsäule einbezogen werden?
• Wie beeinflussen Bodenreaktionskraft und Gelenkstellung die Belastung der unteren Extremität?
• Welche Tests verändern tatsächlich die therapeutische Entscheidung?
• Wie lassen sich Belastung, Kraft und Bewegung sinnvoll dosieren?
• Wie wird aus einem komplexen Befund ein verständlicher und überprüfbarer Therapieplan?
Nach dem Kurs können Sie
• die untere Extremität und die Wirbelsäule im funktionellen Zusammenhang untersuchen,
• lokale Beschwerden von übergeordneten Belastungs- und Bewegungsfaktoren unterscheiden,
• relevante Befunde erkennen, ohne jede sichtbare Abweichung automatisch zu behandeln,
• Ursachen und beitragende Faktoren bei Achillessehnen-, Schienbein-, Knie-, Adduktoren- und Rückenbeschwerden systematisch prüfen,
• evidenzbasierte Belastungs- und Übungsprogramme entwickeln,
• wissenschaftlich untersuchte Prinzipien der Kreuzbandprävention in Therapie und Training übertragen,
• Kraft-, Koordinations-, Sprung- und Landetraining sinnvoll aufbauen,
• neurologische Beeinträchtigungen von sekundären biomechanischen Veränderungen unterscheiden,
• funktionell notwendige Kompensationen von ungünstigen Bewegungsstrategien abgrenzen,
• Orthesen und Hilfsmittel hinsichtlich ihrer mechanischen Wirkung beurteilen, anwenden und durch Selbsterfahrung Profi werden
• Übungen nicht allein nach Diagnose, sondern nach dem individuellen funktionellen Bedarf auswählen/präzise designen und
• den Behandlungserfolg durch gezielte Wiederbefunde überprüfen und darstellen können.

Mehr sehen als die schmerzhafte Struktur
Eine Tendinopathie ist nicht nur eine schmerzhafte Sehne.
Ein Rückenschmerz ist nicht automatisch nur ein Problem der Wirbelsäule.
Eine Kreuzbandruptur ist nicht mit der Operation abgeschlossen.
Und eine neurologische Diagnose erklärt nicht jede sichtbare Bewegung.

Biomechanik bedeutet nicht, den Menschen auf Kräfte und Gelenkwinkel zu reduzieren. Sie hilft uns zu verstehen, unter welchen Bedingungen Bewegung gelingt, eine Struktur überlastet wird oder ein Patient in seiner Rehabilitation nicht weiterkommt.
„Dieses präzise Verständnis der einzelnen Vorgänge beim Gehen ist der Grundstein dafür, auch komplexe Pathologien richtig diagnostizieren zu können und eine effektive Therapie einzuleiten.“

Dr. med. Martin Jordan
Sie lernen nicht einfach mehr Tests. Sie lernen, die entscheidenden Zusammenhänge zu erkennen.
Sehen lernen, was andere übersehen.



Kirsten Götz-Neumann
President O.G.I.G.
kirsten@gehen-verstehen.net
www.gehen-verstehen.de



Kursgebühr: 1.040

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Kurs / Hospitation



Kurs (Erst-Teilnahme)

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